QUARTALSPROGRAMM

Die Dauerausstellung des Handwerksmuseum Deggendorf

Lebensläufe von Handwerkern

Hand­wer­ker zu sein präg­te und be­stimm­te das gan­ze Le­ben. Meist ist Hand­werk bis heu­te weit mehr als nur ei­ne Be­rufs­aus­bil­dung. Drei ex­em­pla­ri­sche Le­bens­läu­fe aus ver­gan­ge­ner und heu­ti­ger Zeit ver­deut­li­chen dies: Der Wag­ners­sohn Jo­sef Zieg­ler (1859-1955) er­lernt ganz selbst­ver­ständ­lich das Hand­werk sei­nes Va­ters und be­gibt sich auf lan­ge Wan­der­schaft. Er über­nimmt die Werk­statt des Va­ters und ar­bei­tet noch als 90jäh­ri­ger.
Der Schnei­der­sohn Fried­rich Ei­gl­mei­er (1933-1987) hin­ge­gen er­greift nicht den Be­ruf sei­nes Va­ters, son­dern er­lernt sei­ner künst­le­ri­schen Nei­gung fol­gend, das Gürt­ler­hand­werk. Schul­zeug­nis­se von Be­rufs- und Meis­ter­schu­le do­ku­men­tie­ren sei­nen Aus­bil­dungs­weg. Der Schrei­ner Gün­ther Mindt (geb. 1936) muss­te so­gar ei­nen zwei­ten Hand­werks­be­ruf, den des Me­tall­bau­ers er­ler­nen, um wei­ter­hin be­schäf­tigt zu sein. Auch bei ihm fin­den sich Spu­ren sei­nes Be­rufs im pri­va­ten All­tag wie­der.